Pflege: Zahlen und Fakten

Das Risiko in Zahlen.

Pflegeversicherung, Pflegekosten, Nur ein Teil wird sichtbar

Das Thema Pflege ist nicht neu.

Schon vor Jahren, wurden wir gewarnt. Was ist seit dem geschehen? Es ist nicht populär- dabei geht es hier um Menschen. Menschen, die die Grundlage legten, dass es uns heute gut geht. Menschen, die ein Leben lang arbeiteten, um niemanden zur Last zu fallen. Die Spitze des Eisbergs zu ignorieren kann nicht der richtige Weg sein. Ein gewaltiges Problem in Zeiten der drohenden Altersarmut baut sich auf. Die Multimorbidität nimmt weiter zu. Sorgen Sie vor, bevor Sie unversorgt sind und die Familienmitglieder darunter leiden. Der steigende Krankenstand (37 % mehr AU Tage) ist nicht mehr zu verschweigen. Überlegen Sie sich, welche Änderungen im Tagesablauf Sie hätten, würden Sie selber pflegen wollen / müssen: Sie müssten Ihre Freizeitaktivitäten bis hin zum Urlaub Verschieben oder sogar unterlassen- auf Dauer.
 
Nach getaner Arbeit hätte Sie nicht mehr Zeit, sich kurz zu erholen. Der Mehraufwand wird es verhindern, Planbarkeit und Zeiteinteilung sind nun Fremdwörter. Der Druck, physisch und psychisch wächst stetig. Immer weniger soziale Kontakte, denn es fehlt die Zeit. Ihre Gesundheit wird stärker belastet. Die Folge sind oftmals Angst, Aggressionen und das mögliche Burn-out. Geholfen ist niemandem.

Die Zahlen des MDK (Medizinischer Dienst der Kassen) zeigen die ständige Zunahme an Pflegebedürftigkeit in Deutschland. Die Prüfung der Pflegeklasse hängt hier, wie schon in der GKV, nicht vom tatsächlichen Bedarf ab, sondern auch davon, was noch in der Kasse ist, scheint mir immer öfter. Steigender Bedarf leert die Kassen. Die Beitragserhöhung in der Pflegeversicherung in 2007 wurde von einer Mehrleistung begleitet. Es konnten also keine Rücklagen gebildet werden. Bei der Beurteilung der Bedürftigkeit werden alle denkbaren möglichen Hilfen, auch wenn diese in das tägliche Leben der Angehörigen eingreifen, berücksichtigt. Wer allein lebt, kommt schnell ins Heim und wird “vergessen”. Wer in der Gemeinschaft lebt, belastet diese. Schon das Thema „Pflege-TÜV“ zeigt, das hier nicht alles vorzeigbar ist. Vieles wird hier "vertuscht". 

Über 800.000 Erstbegutachtungen in 2008 wurden gezählt. Höherstufungen in der Pflegeklasse zusätzlich über eine halbe Million mal. In 2010 werden bereits 3 Millionen Begutachtungen erwartet. Über 70 % der Bedürftigen, also weit über eine Million, befinden sich in der ambulante Pflege, ein Drittel in voll stationärer Unterbringung. Im Heim mit vollstationärer Pflege befinden sich immerhin ca. 10 % der Betroffenen. Kinder, noch von den Eltern gepflegt, sind meist nicht statistisch erfasst. 

Diese Zahlen zeigen deutlich, dass die Gemeinsamkeit der Familie, insbesondere die Kinder als nachfolgende Generation primär betroffen ist. Achtung. Kinder, die zuhause gepflegt werden, tauchen oft noch nicht in der Statistik auf. Die Gestaltung des Tagesablaufes, die beruflich Kariere sind dem unter zu ordnen. Sie Sie darauf vorbereitet? Sowohl zeitlich als auch in der Fähigkeit zu pflegen? Sind diese psychischen und enorm psychischen Belastungen neben “Alltag” zusätzlich zu ertragen? Wäre ein Heim überhaupt eine “Lösung” für Sie? Schauen Sie sich solch eine Einrichtung mal an. Achtung, es ist kein schöner Anblick. Versuchen Sie es erst gar nicht. Niemand ist mit dem “Versuch” geholfen. Schützen Sie die Familie und die Zukunft Ihrer Kinder nachhaltig. Sie tun doch sonst auch alles dafür-oder? Jeder Raucher gibt weit mehr für sein Laster aus, als eine Absicherung kosten würde.

Anfrage zur Privaten Vorsorge

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Unterteilung der Pflegebedürftigkeit nach Ursachen

Pflege, Pflegekosten, Ursachen der Pflege

Die Unterteilung in Pflegeklassen:

Pflegestufe I bedeutet, dass ein Mensch im Schnitt 90 Minuten Hilfe pro Tag braucht. Pflegestufe II liegt vor, wenn jemand im Durchschnitt drei Stunden betreut werden muss. Pflegestufe III heißt, der Patient muss rund um die Uhr umsorgt werden. Die Härtefallregelung zieht, wenn in Pflegestufe III so viel getan werden muss, dass eine Pflegekraft dazu kommt. 


Als Barleistung (Pflegegeld). Dieser Betrag wird an den Pflegebedürftigen ausgezahlt und dient der selbständigen Versorgung mit der erforderlichen Pflege. Dieser Betrag wird bei “Sozialleistungen” (Grundsicherung, Hartz IV, …) nicht als Einkommen berücksichtigt.

Als Sachleistung. Dies ist der Betrag, für den ein zugelassener Pflegedienst beschäftigt werden kann. Hier sind die Leistungen wesentlich höher als bei der Barleistung. Beide Leistungsformen können beliebig kombiniert werden. Soweit die Sachleistung nicht in Anspruch genommen wird, erhält man die anteilige Barleistung. Hier die Beträge (monatlich) im Einzelnen: (Leistungen ab 2012 in Klammern)

Stufe "0" 

Demenz: 100,- €

Stufe I

– insgesamt: 90 min – davon Grundpflege: 46 min (Leistungen ab 2012 in Klammern) Pflegestufe 1 Barleistung: 225€ (235€) Sachleistung 440€ (450€)

Stufe II

– insgesamt: 180 min – davon Grundpflege: 120 min Pflegestufe 2 Barleistung: 430€ (440€) Sachleistung 1040€ (1100€)

Stufe III

- insgesamt: 300 min – davon Grundpflege: 240 min Pflegestufe 3 Barleistung: 685€ (700€) Sachleistung 1510€ (1550€) Wenn die Pflegeperson bei der Pflegeversicherung gemeldet ist, werden von dort Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung für die Pflegeperson gezahlt. Voraussetzung ist, dass die Pflegeperson mindestens 14 Stunden in der Woche einen Pflegebedürftigen pflegt und höchstens bis zu 30 Stunden pro Woche erwerbstätig ist.

 

ACHTUNG, nicht Pflegestufe "0" in der späteren Absicherung vergessen. Gemeint ist die Demenzerkrankung.

 

Pflege Realität in Zahlen


Mit dieser Angabe hoffe ich, geholfen zu haben. Natürlich ist das nur ein “erster Blick”, den ich gern helfe, zu vertiefen. Ihr Frank Dietrich

Weitere Berichte

Hier noch weitere Informationen aus der Presse zum Thema Pflege und die zukünftige Entwicklung in Deutschland. Nutzen Sie den Zeitpunkt zur Absicherung der Kosten der Pflegebedüftigkeit. Focus Online „ZDF.de Süddeutsche Zeitung .und ganz aktuell ein Artikel aus dem Ärzteblatt vom 20.5. 2010

Erstbegutachtungen bei Pflegebedürftigkeit