Die Private Krankenversicherung:
Die Private Krankenversicherung (PKV)
Eine Kette ist nur so stark, wie ihr schwächstes Glied.
Gemeint sind hier die AVBen (Allgemeine Vertragsbestimmungen) der Privaten Krankenversicherung, die Ihren Versicherungsschutz definieren. Im Folgenden sind wichtige Punkte eines leistungsfähigen Tarifes aufgeführt, welche aus meiner Sicht und Erfahrung unverzichtbar und daher von größtem Nutzen für den Kunden sind. Es ist nur ein Ausschnitt aus der Gesamtheit der Möglichkeiten aber auch ein erster Schritt, zu prüfen, ob Ihr Versicherungsschutz umfassend ist. Ist etwas unbekannt? Ist die Tragweite des Einzelnen erläutert worden? Hintergründe wurden beleuchtet? Sind die Formulierungen auch wirklich sinnvoll aus medizinischer Sicht?
• Was sind “gemischte Anstalten”, deren Zahl in Deutschland ständig Sicht wächst und welche Leistungen werden dort erbracht? Die meisten der Versicherten sind dort, sogar bei Notfalleinweisung, nicht versichert.
• Bin ich überall Privatpatient? Wirklich überall? Wie funktionieren die Abrechnungsmodalitäten, die das belegen und welche gibt es neben der GOÄ/GOZ? Was ist an einem Kurort? Was ist im Ausland?
• Gibt es fixe oder variable Optionen im Vertrag? Das Leben ist ständigen Veränderungen unterworfen aber was ist mit dem Versicherungsschutz? „Wächst” er mit? Ist dieser fix oder variabel gestaltet? Fast alle Optionen sind keine echte Leistung sondern eine “Verkaufshilfe” des Beraters. Wer kann schon auf dringend benötige Behandlungen warten bis die Option (meist 3 Jahre) später erst nutzbar ist?
• Tarifwechselrecht, auch bei Krankheit möglich? Es ist existenzielle wichtig, wenn sich die Lebenssituation ändert, z.Bsp.: wenn Sie zurück in die GKV müssen und erkrankt sind. Gehen dann Behandlungsmöglichkeiten der PKV verloren oder sind diese transportabel?
• Ist Anschlussheilbehandlung grundsätzlich versichert? Nur 10 % der Anbieter leisten das aber dann auch nicht immer grundsätzlich. Alle anderen sind hier schlechter als die GKV. Haben Sie darauf geachtet? Der Bedarf in Deutschland steigt ständig und die Kosten könne schon bei einem Infarkt bis zu 60.000,- € betragen.
• Gibt es einen sog. “offenen” Hilfsmittelkatalog gegenüber einer geschlossenen Aufzählung und wie ist die Ausführung der Hilfsmittel festgelegt? Bsp.: Rollstuhl handbetrieben oder bedarfsgerecht und gibt es eventuell noch weitere Einschränkungen? Viele tausende Hilfsmittel sind in Deutschland zugelassen. Wie viele kennen Sie und welche davon sind versichert? Wie oft, welche Ausstattung oder nur erst nach schriftlicher Zusage, deren Erhalt vertraglich nicht garantiert ist?
• Wann werden Transportkosten übernommen?(ambulant, stationär, nur nach einem Unfall oder auch im Bedarfsfall)? Achtung, hier wird es oftmals „peinlich“ für die Anbieter und teuer für Sie. Wir alle werden älter? Wer fährt uns dann zum Arzt?
• Gilt die Versicherung auch im Ausland? Wovon hängt das ab und was wird dort gezahlt, wenn der Arzt kommen muss? Müssen Sie sich vor der Reise abmelden, wie fast alle Versicherten? Nicht jeder Auslandsaufenthalt ist so geplant, wie er verläuft? Das Vorrecht des PKV-Versicherten ist die mögliche Auslandsbehandlung. Über 40 % der Ärzte in der Schweiz waren ursprünglich Deutsche. Wir leiden i Deutschland am Fachärztemangel.
• Wie sieht der Versicherungsschutz bei Familienzuwachs aus? Was bekommt mein Kind und ab wann ist es versichert (auch bei Krankheit /Anomalien oder erst ab der Geburt)? Viele Kinder waren nicht geplant, dennoch möchten wir sie nicht missen und Ihnen Gesundheit bewahren helfen.
• Sind der Logopäde und der Ergotherapeut auch wirklich versichert? Das ist nur selten vereinbart. Der Bedarf an Behandlungen durch „Heilberufler“ steigt in Deutschland jährlich an. Wurde darauf geachtet?


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