Traumberuf Makler

 

Sie sind überrascht? Traumberuf?

Der Titel “Traumberuf Makler” ist die Ursache? Maximieren der Gewinne, schneller Umsatz und Werbeversprechen, die Kompetenz ersetzten sollen, führten dazu, dass der verantwortungsvolle Beruf des Maklers, als des Vermittlers auf Kundenseite, seinen guten Ruf und seine Stellung in der Gesellschaft verlor. Leider auch das Selbstvertrauen. Oftmals ist es dem Verbraucher nicht einmal bewusst, dass es hier Unterschiede bei den Vermittlern gibt. Der Auschließlichkeitsverkäufer, ganz ohne eigene Haftung gegenüber dem Kunden, tätig für und auf Seiten der Gesellschaft ist als deren Erfüllungsgehilfe zu sehen und wahrt die Interessen des Arbeitgebers. Der Mehrfachagent, leider nicht sehr viel anders, denn er vertritt auch nur eine begrenzte Zahl der Anbieter des Marktes und steht rechtlich nicht auf Kundenseite, ist als eine Art “Zwischenstufe” an zu sehen. Nun der Makler. Er ist der einzige, der auf Seiten des Kunden und für diesen tätig ist und unabhängig alle Anbieter, sofern spezialisiert, einer Sparte der Versicherungswirtschaft anbietet. Er trägt die volle Haftung für eine ausführliche und kompetente Beratung und deren Protokollierung zur Sicherheit der beteiligten Personen.

Es gibt nicht nur "Schwarze Schafe", die Party´s wie die HMI veranstalten.

Hier ein repräsentatives Beispiel aus meiner beruflichen Praxis, die belegt, wie der Stellenwert durch inkompetente „Beitragsvergleicher“ im Rahmen der Vermittlung einer PKV gesunken ist. Probleme sind vorprogrammiert und fallen dann zu Lasten der Vermittlerschaft als Ganzes. Inkompetenz glänzt. Eine Telefonat mit einem Autohändler zur Absicherung der Krankheitskosten, also zur Privaten Krankenversicherung (PKV), wurde von ihm aus so geführt:
 
Herr Dietrich, ich weiß genau was ich will. Der Beitrag muss gering sein, Zahn muss am besten mit 100 % komplett versichert sein, ein Einbettzimmer mit Chefarzt und natürlich viele Monatsbeiträge Rückerstattung wenn nichts war. Das allein ist mir in der PKV wichtig“. Ich bin bereits nach diesen Prämissen versichert. Sonst sind doch alle „Privaten“ gleich. Wenn Sie mit mir ins Geschäft kommen wollen, so müssen sie das verbessern. Ich fragte ihn, warum er auf grundsätzliche Leistungen, sogar gegenüber der GKV, verzichten möchte, denn die Tarife sind entgegen seiner Einschätzung alle unterschiedlich ausgestaltet. Er verbot mir, analytisch zu fragen. Er wisse, was er will und alles andere ist schon ausreichend geregelt ( da sei er sicher) und gehört nicht hierher.
Hier war guter Rat teuer.
Ich drehte den Spieß um: „Ach, jetzt wo ich mit einem Herren spreche, der Autos verkauft…. ich habe da ein Problem, denn heute Morgen sprang der Wagen meiner Frau nicht an. Er ist schon alt. Ein neues Fahrzeug wäre notwendig. Was würde er mir denn da vorschlagen? Wie vermutet, begann er mich ausfragen zu wollen, was ich wünschte und mir Hinweis gegeben, was wichtig wäre. Barsch begegnete ich diesem, dass ich wisse, was ich will wenn ich ein Auto suchen würde und erinnerte an seine Vorgabe.
 
Sind denn nicht alle Autos gleich, weil sie vier Räder haben?
Nun sah er ein, was ich meinte. Etwas zu glauben, ersetzt nicht die Sicherheit, es zu wissen.
 
 
Sicherlich hat jeder eine solche Erfahrung gemacht. Eine neue Küche oder die Urlaubsreise wird in langen Nächten geplant. Die Private Krankenversicherung (PKV) in einigen wenigen Minuten, meist am Telefon. Prämissen wurden verdreht. Die Existenz im Alter ist damit nachhaltig gefährdet – nicht versichert.
 
Der schlechte Ruf des Vermittlers wird bedauerlicher weise auch von diesem “gelebt”. Der einzelne Vermittler ist hier nicht in der Lage, oftmals begründet durch Konkurenzdenken und Pauschalisierung am Markt das Image zu verändern. In der Organisation BiTMA wird hier an der Veränderung gearbeitet. Es ist die Lobby des sorgfältig und engagiert arbeitenden Maklers.
 
Dass der derzeitige Vermittlermarkt nicht auf Inhalte und fundieret Beratung ausgelegt ist und die Bemühungen einiger leider noch wenigen an der Zahl sehr schwer fällt, den Ruf des Maklers gegenüber den andern Vermittler wieder ins rechte Licht zu rücken, wird jährlich dokumentieret. Es ist der Bericht des Ombudsmannes der PKV.

Die Zahlen steigen Jahr für Jahr. Eine Beratung eines Fachmaklers könnte hier vieles verhindern. Statt dessen sind die “Allrounder” unterwegs. Der Kunde ist hier auch nicht immer ganz unschuldig. Das erhielt ich per Mail und mir fehlten die Wort (das ist mehr als selten:-))
 
Sehr geehrter Herr Dietrich, Danke für ihre Bemühungen, aber ich habe mich aus subjektiven Gründen für eine größere PKV entschieden.
 
MFG Gxxxxxx PS: Ihr Anspruch einer umfangreichen Beratung scheint lohnenswert zu sein, allerdings möchte man nicht immer in alle Details eingeweiht werden.

Wenn die "vorprogrammierte" Beschwerde kommt, ist es meist zu spät. der Ombudsmann bemüht sich aber er hat immer weniger Erfolg. Das Leben könnte, existenziell gesehen hier im unversicherten Leistungsfall beendet werden- es wurde aus dem Bauch heraus entschieden – nicht mit umfassender Kenntnis, die zwingend notwendig ist, sich zu nachhaltig für das persönlich richtige zu entscheiden.
 
Ihr Frank Dietrich