Ausufernde Verwaltungskosten in der Gesetzlichen Krankenkasse. Geld, welches dem eigentlichen Zweck fehlt.

 

Hoch lebe die Verwaltung! So scheint das Motto der Behörden und auch der GKV. Immer mehr steigen die Kosten, immer mehr wird verwaltet, der Verwaltung willen, so scheint es. Lasen wir erst vor kurzem von den Nachfragen der GKV gegenüber einem an den Gliedmaßen amputiertem, ob sich  an den Extremitäten denn Veränderungen zeigen würde. Fast könne man glauben, das die Kasse von nachwachsenden Gliedmaßen ausgeht.

Die Verwaltungskosten im deutschen GKV-System sind hoch und steigen ständig weiter. Die viel diskutierte Studie des Beratungsunternehmens A.T. Kearney nennt hier drastische Zahlen.  Bei aller berechtigten Kritik an dieser Studie bleibt aus Sicht der Bürgerinitiative Gesundheit DGVP e.V. aber das Fazit: gerade bei den Verwaltungskosten gibt es immense Wertschöpfungspotenziale, die dringend ausgeschöpft werden müssen!

Presseinformation

Nr. 01/2012
Berlin/ Worms, 26.01.2012
Ausufernde Verwaltungskosten im
Gesundheitswesen! Ja oder Nein?
Milliarden an Euros verschlingen die Verwaltungskosten im
Gesundheitssystem – mit steigender Tendenz. Das steht für den
Präsidenten der Bürgerinitiative Gesundheit DGVP, Wolfram –
Arnim Candidus, schon seit mehr als zwei Jahrzehnten fest.
„Seit mehreren Jahren strebt die Bürgerinitiative Gesundheit
DGVP eine Studie zu dieser Thematik an. Leider fanden sich -
vielleicht wegen diverser Partikularinteressen – keine Sponsoren.
Was aber noch schlimmer erscheint ist, dass anscheinend
niemand ein nachhaltiges Interesse an der Offenlegung der
Verwaltungskosten hat – obwohl doch die Beschwerden über den
Finanzmangel der gesetzlichen Krankenkassen allgegenwärtig
sind“, so Candidus.
Aus diesem Grund begrüßt die Bürgerinitiative Gesundheit DGVP
prinzipiell die Veröffentlichung der A.T. Kearney Studie zu den
Verwaltungskosten im deutschen Gesundheitssystem. Diese
Studie beziffert die Ineffizienzen durch Verwaltungskosten im
gesamten GKV System von 40,4 Milliarden EUR.
Der Anteil der derzeit noch 146 gesetzlichen Krankenkassen liegt
laut dieser Studie bei 27,9 Milliarden EUR. In der Vergangenheit
hätten die gesetzlichen Krankenkassen von einem Anteil von 9,5
Milliarden an Verwaltungskosten gesprochen.
Selbstverständlich gibt es auch Kritiker, die die Zahlen dieser
Studie anzweifeln.
„Wir anerkennen, dass die Beträge in der Studie vielleicht sehr
hoch angesetzt sind. Unter Umständen will sich das Beratungsunternehmen
in einem Markt auch durch diese Studie interessant
machen, um neue Aufträge zu generieren. Vielleicht ist auch nicht
alles im Detail korrekt recherchiert worden“, so Candidus zu den
Kritikpunkten.
„Der entscheidende Punkt ist aber doch der: es gibt sehr große
Wertschöpfungspotenziale! Dieser Ansicht ist die Bürgerinitiative
Gesundheit DGVP auch wegen ihrer Kenntnisse und Erfahrungen
in allen Bereichen des Systems der Versorgung/ Behandlung/
Betreuung im Gesundheitswesen.“ „Diese Wertschöpfungspotenziale sollten in einer konzertierten
Aktion mit Unterstützung der Ministerien für Wirtschaft, Soziales,
Finanzen, Umwelt und Gesundheit ermittelt werden. Die
Freisetzung dieser Potenziale dient dann dem Ziel, die Gefahren
der Rationierung, der Priorisierung und der weiteren Vernichtung
von Finanzmitteln zu stoppen und umzuwandeln in eine effiziente
Versorgung und eine dem Aufwand entsprechende Vergütung der
Berufsgruppen und Institutionen im Gesundheitswesen,“ erklärt
Candidus.
„Anstatt anhaltender Flickschustereien durch Gesetze und
Verordnungen könnte so die Versorgung/ Behandlung und
Betreuung sowie die Vergütung im Gesundheitssystem für die
Zukunft gesichert werden.“
Die Bürgerinitiative Gesundheit DGVP fordert von Politik und
Selbstverwaltung, sich umgehend auf den Abbau von
Verwaltungskosten zu konzentrieren.
Hierbei muss der Spagat zwischen einer effektiven Dokumentation
zur Steuerung des Gesundheitssystems und der Minimierung der
Administrationskosten erfolgen. Zusätzlich werden nicht
unerhebliche Investitionen zur Umsetzung nötig.
Machtinteressen müssen hier außen vor bleiben, benötigt wird
vielmehr Kompetenz und die Bereitschaft, sich in ein konstruktives
Veränderungsmanagement einzubinden.
Pressestelle Bürgerinitiative Gesundheit DGVP e.V.
Tel: 06247-904 499 7
Fax: 06247-904 499 9
 
Ihr Frank Dietrich
PremiumCircle Berlin

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Über Frank Dietrich

Baujahr 1964, Jurastudium bis zum 1. Staatsexamen, abgeschlossenes BWL-Studium & umfassende Vorkenntnisse in der Medizin und die Überzeugung, dass die Gesundheit das Wichtigst Gut ist und Beratungen ausreichend Zeit benötigen, die ich mir sehr gerne nehme. Ihr Frank Dietrich

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